Gefiederte Dinosaurier lähmten ihre Opfer mit Gift

Durch die prähistorischen Wälder im heutigen China jagten vogelähnliche Saurier ihre Beute.

Gefiederte Dinosaurier der Gattung Sinornithosaurus haben Gift eingesetzt, um ihre Opfer zu überwältigen. Zu diesem Schluss sind jetzt US-amerikanische und chinesische Wissenschaftler gekommen, nachdem sie die Zähne der vogelähnlichen Dinosaurier untersucht hatten.

Ein Biss bis ins Blut

Die Vorfahren der Vögel injizierten ihren Opfern das Gift nicht direkt, sondern sie ließen es über Rinnen in den Zähnen in die Bisswunden laufen. Das Gift wirkte vermutlich nicht tödlich, sondern lähmte die Beute nur. Auch heute noch gibt es Krustenechsen, die ihre Opfer auf diese Weise zur Strecke bringen. David Burnham von der University of Kansas in Lawrence und sein Team berichten über ihre Studie, die jetzt im Fachmagazin PNAS veröffentlicht wird.

Sinornithosaurier hatten die Größe von Truthähnen und besaßen ein Federkleid. Sie lebten vor etwa 125 Millionen Jahren in der Kreidezeit in den prähistorischen Wäldern im Nordosten des heutigen Chinas.

Auf die Idee, die vogelähnlichen Saurier könnten giftig gewesen sein, waren die Forscher durch auffällige Einkerbungen im Oberkiefer und in den Zähnen der Tiere gekommen. Daraufhin nahmen sie die versteinerten Skelette genauer unter die Lupe und stellten erstaunliche Ähnlichkeiten mit den Giftapparaten heute noch existierender giftiger Krustenechsen und Schlangenarten fest. Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Forscher der oberen Zahnreihe, die im hinteren Bereich unterschiedlich lange gefurchte Zähne zeigte. Einkerbungen im Oberkiefer könnten nach Ansicht der Wissenschaftler die Taschen für die Giftdrüsen beinhaltet haben.

Ein Durchbruch von diesen Taschen leitete das Gift dann zu den Zähnen. Die Urzeitechsen hatten im Gegensatz zu ihren heute lebenden giftigen Nachfahren wesentlich längere Zähne. Wahrscheinlich deshalb, weil sie neben kleinen Sauriern vorwiegend andere primitive Vögel jagten. Mit ihren langen Zähnen konnten die Urzeitechsen gut durch das dichte Gefieder hindurchbeißen und mussten für einen Biss zudem nur wenig Kraft aufwenden.

Klein, aber überlegen

Wenn sie ihre Zähne einmal in ihr Opfer geschlagen hatten, hielten die Flugechsen ihre Beute so lange fest, bis das Gift aus den Drüsen über die Zähne in die offene Wunde gelangt war. „Die Beute fiel sofort in eine Schockstarre, war aber noch am Leben und konnte womöglich dabei zusehen, wie sie langsam von ihrem Jäger verzehrt wurde“, erklärt David Burnham.

In Zukunft wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob auch andere gefiederte Dinosaurier, beispielsweise der Microraptor, giftig waren. (ddp)

Quelle: Sächsische Zeitung, 23.12.2009

Giftalgen brachten offenbar das Dinosaurier-Ende

Das Massensterben vor 65 Millionen Jahren wurde möglicherweise durch Pflanzengifte ausgelöst
 
Frankfurt/Main. Der Grund für das Aussterben der Dinosaurier und vieler anderer Pflanzen- und Tierarten ist bis heute nicht geklärt. Eine mögliche Ursache des Artensterbens vor etwa 65 Millionen Jahren könnten Algen gewesen sein, die giftige Stoffe produzierten. Das haben Forscher der amerikanischen Clemson-Universität erklärt. Das Artensterben sei zu allmählich erfolgt, um auf eine plötzliche Katastrophe wie einen Meteoriten oder Vulkanausbrüche zurückzugehen.

Beunruhigend ist, dass die Forscher Parallelen zwischen der damaligen und der heutigen Entwicklung durch den Klimawandel sehen. Denn für das Wachstum der Organismen, die Wärme, Kohlendioxid und eine gute Nährstoffversorgung brauchen, herrschen derzeit ideale Bedingungen. Die Zahl und Ausbreitung solcher Algen, die Giftstoffe produzieren, nehme zu, mahnen die Wissenschaftler. (AP)
 
Quelle: Sächsische Zeitung, 22.10.2009

DINOSAURIER WAREN OFFENBAR BUNT WIE VÖGEL
 
Von Martina Bisculm
 
Darstellungen des Tyrannosaurus rex und seiner Zeitgenossen sind meist in braunen, grünen oder grauen Tarnfarben gehalten. Ob sie wirklich so aussahen, ist mehr als ungewiss. Bekannt ist sehr wenig über die Farbigkeit der Dinos.

Skelette, aus denen sich ohnehin nur der Körperbau rekonstruieren lässt, sind schon seltene Fundstücke. Und ein erhaltenes Stück Haut, aus dem sich auch noch eine Farbe ableiten ließe, ist eine Rarität, die bisher nur wenige Forscher zu Gesicht bekamen. Urzeitliche Gewebereste wurden zwar schon ausgegraben, aber ihre Zahl ist für eine endgültige Aussage viel zu klein, zumal es viele verschiedene Arten gab und sich in den letzten Jahren herausstellte, dass offenbar mehr Dinos Federn hatten als zuvor angenommen.

Anpassung an die Umgebung

Eine wichtige Informationsquelle für Forscher ist die Umwelt, in der die Dinosaurier lebten. Die meisten Tiere versuchen, in ihrer Umgebung zu verschwinden. Dies gilt für Beutetiere genauso wie für Räuber. Die einen schleichen sich an, und die anderen versuchen zu entkommen, aber für beide gilt: Je weniger von ihnen zu sehen ist, desto besser. So kann von der Umgebung auf ihre Bewohner geschlossen werden. Im Wasser lebende Tiere – wozu auch einige Dinos gehörten – sind zum Beispiel auf ihrer Unterseite oft hell gefärbt, um das einfallende Sonnenlicht nachzuahmen. Diese Erklärung bestimmt bisher auch, welche Farben bei Nachbildungen von Dinosauriern verwendet werden.

Grün-graue Urechsen haben so aber vielleicht gar nicht existiert. „Die heutige Vorstellung der Farben von Dinosauriern beruht auf einer etwas veralteten Annahme, nämlich der, dass Echsen die nächsten lebenden Verwandten der Dinos sind“, sagt Rainer Schoch, Paläontologe und im Stuttgarter Museum für Naturkunde zuständig für die Saurierausstellung.

Veraltet deshalb, weil die direkten Nachfahren der Dinosaurier nach neueren Erkenntnissen nicht kaltblütige nackte Reptilien sind, sondern Vögel – Warmblüter mit Federkleid. „Vermutlich waren die Dinosaurier aktiver und beweglicher als lange angenommen.

Vor allem in China wurden in den letzten Jahren sehr gut erhaltene Fossilien entdeckt, die neues Licht auf die Forschung warfen“, erklärt Schoch. „Offenbar waren vor allem kleine Raubsaurier dicht befiedert. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich in ein paar Jahren herausstellen würde, dass diese Tiere ganz andere Farben hatten.“

Extrem selten nur finden Forscher Gewebereste. Durch die können sie Aussagen darüber machen, ob die Haut einzelner Arten runzlig, schuppig oder glatt war – möglicherweise auch Federn hatte. Die waren vielleicht gar keine Besonderheit, sondern sie blieben einfach nur viel seltener erhalten. Möglicherweise waren sogar alle Dinosaurier gefiedert. Inzwischen gelang es einem amerikanischen Forscherteam, mit Elektronenmikroskopen die Farben einer 40 Millionen Jahre alten Feder zu rekonstruieren. Sie wies laut ihren Entdeckern eine schwarze Grundfarbe auf und schimmerte je nach Blickwinkel blau-grün bis kupferfarben.

Die Feder gehörte zwar „nur“ einem urzeitlichen Vogel und stammt aus der Zeit, als die Dinosaurier schon verschwunden waren, lässt aber hoffen, dass irgendwann auch die Rekonstruktion einer Dinosaurierfeder gelingt.

Farbe ersetzt das Graugrün

An der Untersuchung der Feder wesentlich beteiligt war der Paläontologe Jakob Vinther, der an der amerikanischen Yale-Universität in New Haven forscht. Er bestätigt Schochs Aussage: „Die Zeiten der grün-braunen Dinosaurier sind vorbei, sie waren ziemlich sicher wesentlich bunter.“ Vinthers Team löste in den akribischen Untersuchungen die Oberfläche der Urvogelfeder bis in ihre Nanostruktur auf. Dabei fiel den Forschern die enorme Ähnlichkeit zu heutigen Vogelfedern auf, welche von regelmäßig angeordneten Strukturen, den Melanosomen, überzogen sind.

Erste Pigmente entdeckt

Diese Zellbestandteile sind vollgestopft mit dem Pigment Melanin. Je nach Anordnung der Melanosomen erstrahlen die Federn in unterschiedlichen Farben. Vinther hofft, in Zukunft noch Entscheidendes über die Dinofarben herauszufinden. „Die Anwesenheit von Melanosomen bestätigt, dass definitiv Farben vorhanden waren. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren auch herausfinden werden, welche“, erklärt er.

Die Tiere waren also bunter, aber nicht alle waren gleich bunt. Vinther und Schoch sind sich einig, dass vor allem die männlichen Dinos mehr zu bieten hatten als unauffällige graubraune Farben. (ddp)

Quelle: Sächsische Zeitung, 12.10.2009

Neuer Dinosaurier in Korea entdeckt

Seoul. In Südkorea haben Forscher den fossilen Unterkiefer einer möglicherweise neuen Art eines gehörnten Dinosauriers entdeckt. Der Kiefer könnte von einer Saurierart stammen, die vor etwa 80 Millionen Jahren während der Kreidezeit gelebt hat, teilte gestern das staatliche Forschungsinstitut für Kultureigentum mit. Das Fundstück sei gut erhalten und zeige „deutliche Spuren von acht Zähnen im linken Unterkiefer“. Forscher hätten das Fossil vor Kurzem im Südosten des Landes gefunden. Es sei die erste Spur eines gehörnten Dinosauriers in Korea. (dpa)

Quelle: Sächsische Zeitung; 06.10.09

Tyrannosaurus rex litt an Vogelseuche

Löcher im Kiefer der Urechsen deuten auf eine Infektion mit Einzellnern hin.             

San Francisco. Schon Tyrannosaurus rex, der Schrecken der Urzeit, litt möglicherweise an einer Vogelseuche, die bis heute seine entfernten Nachkommen plagt. Tiefe Löcher in den Unterkiefern vieler Skelette der Raubsaurier deuten auf eine Infektion mit bestimmten Einzellern hin, berichten amerikanische und australische Forscher im Wissenschaftsjournal „Plos One“. Die heutigen Vögel sind entfernte Nachfahren der Dinosaurier.

Der Veterinärmediziner Ewan Wolff von der Universität Wisconsin-Madison (USA) und seine Mitarbeiter hatten 61Schädel von Tyrannosauriern und ihren Verwandten untersucht. 15Prozent davon hatten tiefe, zum Teil durchgehende Löcher in ihren Unterkiefern. Bisher waren diese für verheilte Bisswunden oder die Folgen von Bakterieninfektionen gehalten worden.

Nicht bei Beutetieren

Wolff fiel dagegen auf, dass Verteilung, Form und die Ränder dieser Löcher verblüffend denen ähneln, die eine noch heute häufige Erkrankung von Vögeln herruft: eine Infektion mit dem Einzeller Trichomonas gallinae. Dieser Erreger der sogenannten Kropfseuche ist vor allem bei Tauben und Hühnervögeln verbreitet und wird von deren Immunsystem meist in Schach gehalten. Bei Raubvögeln, die diese Vögel fressen, kann sie jedoch gefährlich und tödlich werden. Angesichts der Verwandtschaft zwischen Sauriern und Vögeln ist es gut möglich, dass schon die Saurier an ähnlichen Parasiten litten, schreibt Wolff.

Interessant sei, dass die Infektionszeichen nur an Tyrannosauriern und ihren Verwandten, nicht aber bei ihrer möglichen Beute gefunden wurden. Dies könne bedeuten, dass die Tiere sich in großem Maße durch Bisse gegenseitig infizierten, glauben die Forscher. (dpa)
 
Quelle: Sächsische Zeitung; 05.10.09

Hunderte Dinoeier in Indien gefunden

Die Fossilien sollen nun in Deutschland weiter untersucht werden.
 
Neu Delhi. Ein indisch-deutsches Geologenteam hat Hunderte versteinerte Dinosauriereier ausgegraben. Die vermutlich rund 140 Millionen Jahre alten Fossilien wurden im südlichen indischen Bundesstaat Tamil Nadu entdeckt, wie die Zeitung „Times of India“ am Donnerstag berichtete. „Wir haben Nester über Nester mit kugelförmigen Dinosauriereiern gefunden“, berichtete der Geologe M. U. Ramkumar von der Periyar-Universität. Nach Angaben der Forscher handelt es sich um den größten derartigen Fund in Indien.

Die Nester seien etwa 1,20 Meter groß, und die Eier hätten jeweils 13 bis 20 Zentimeter Durchmesser. Die Forscher, darunter Doris Stüben and Zsolt Berner von der Universität Karlsruhe, vermuten, dass die Eier sowohl von fleisch- als auch von pflanzenfressenden Dinosauriern stammen. Die Nester waren unter einer Schicht Vulkanasche entdeckt worden. Der prähistorische Vulkanausbruch könne die Saurier ausgelöscht haben, meinen die Wissenschaftler. Ein Teil der Eier soll nun in Deutschland weiter untersucht werden. (dpa)
 
Quelle: Säschsische Zeitung; 02.10.2009

Seltener Ur-Saurier bei Grabungen in Chemnitz gefunden

Seltener Ur-Saurier bei Grabungen in Chemnitz gefunden

Die Überreste des eidechsenartigen Reptils sind sehr gut erhalten. Das in Chemnitz entdeckte Fossil. Überreste eines seltenen Ur-Sauriers in seinem originalen Lebensraum sind bei Grabungen in Chemnitz entdeckt worden. Der Paläontologe Jörg Schneider von der Bergakademie Freiberg sprach gestern von einem „Sensationsfund“. In ganz Europa seien bislang nur zwei oder drei ähnliche Funde gemacht worden, die jedoch „nicht so gut erhalten“ seien.

 Das etwa 30 Zentimeter große, eidechsenartige Reptil mit fünf Fingern war bereits am Donnerstagabend bei den Forschungen zum Versteinerten Wald im Stadtteil Hilbersdorf freigelegt worden. Dort hatte das Team des Museums für Naturkunde Chemnitz Pflanzen aus der Permzeit ausgegraben, also aus der Periode vor etwa 299 bis 251 Millionen Jahren.



Foto: ZB/Naturkundemuseum Chemnitz.

Das wahrscheinlich pflanzenfressende Reptil sei von einem Vulkanausbruch vor 290 Millionen Jahren überrascht worden, sagte Schneider. Neben Extremitäten, Wirbelsäule, Rippen und Schädelfragmenten sei selbst der Schuppenpanzer des grazilen Tiers konserviert. Der Wissenschaftler geht davon aus, „dass noch mehr derartige Fossilien gefunden werden“. (ddp)

Quelle: Sächsische Zeitung; 29.09.2009

Dinosaurier trug Stacheln an der Schwanzspitze

Der stacheltragenden Echse aus Niger haben Wissenschaftler viele neue Erkenntnisse zu verdanken. Braunschweiger Forscher hatten das Skelett 2007 auf einer abenteuerlichen Expedition in der Sahara entdeckt. „Damals dachten wir, wir hätten einen Dinosaurier aus der Gattung Jobaria gefunden“, erinnert sich Expeditionsleiter Prof. Ulrich Joger, der das Staatliche Naturhistorische Museum Braunschweig leitet.
 
Erst die genauen Untersuchungen der Knochen brachten dann die Sensation ans Licht: Der Dino ist eine bislang noch nicht entdeckte eigene Gattung aus der Familie der Sauropoden. Gestern wurde der Name des Tieres bekannt gegeben:
„Spinophorosaurus nigerensis“ oder auf Deutsch „stacheltragende Echse aus Niger“.
Foto: dpa/Holger Hollemann

Mit einem Alter von etwa 170 Millionen Jahren ist Spinophorosaurus nigerensis selbst für einen Dinosaurier ganz schön alt. „Die Entdeckung ist besonders wichtig, weil er am Beginn des Sauropoden-Stammbaumes steht“, erläutert Paläontologe Joger. Diese haben typischerweise vier dicke Beine, einen massigen Körper sowie einen langen Schwanz und Hals.

Stolze 14Meter war der „Stachelträger“ lang. Mit Stacheln sind vier verknöcherte Dornen gemeint, die das Urtier vermutlich zur Abwehr von Raubsauriern . „Für Sauropoden sind solche Waffen sehr ungewöhnlich“, erläutert Grabungsleiter Ralf Kosma. Spätere Sauropoden, die zu den Pflanzenfressern gehören, hätten solche Abwehrmechanismen vermutlich aufgrund ihrer Größe nicht nötig gehabt.

„Mit diesem Fund rückt Afrika in das Zentrum der Dinosaurierforschung“, ist sich Joger sicher. Sein Projekt führte ihn von 2005 bis 2008 mehrfach in die Republik Niger. Tuareg hatten ihm gezeigt, wo in der Wüste Knochen lagen. Nach Probegrabungen wurde die Fundstelle mit zwei Skeletten erst mal wieder verschlossen, um in Deutschland die Freilegung vorzubereiten. Pech für Joger, spanische Forscher aus Elche bei Alicante bekamen von der Geschichte Wind und gruben eines der Langhals-Dino-Skelette aus. Mittlerweile arbeiten die Spanier mit den deutschen Wissenschaftlern aus Braunschweig und Bonn zusammen.

Ein weiterer Fund hat den Braunschweiger über den Verlust der Knochen an die Spanier ein wenig getröstet: „Nur einen Kilometer von der ersten Fundstelle entfernt haben wir Spuren von einem Raptor gefunden“, berichtet Joger. Bislang sei die Forschung davon ausgegangen, dass es diese Tiere nur in China und Amerika gegeben hatte. „Es muss also eine Landverbindung gegeben haben“, sagt Joger. Sicher sei, dass im heutigen Niger vor Millionen von Jahren viele Dinosaurier lebten. „Es gab dort ein weitverzweigtes Flusssystem. Die gefundenen Tiere sind vermutlich bei einer Überschwemmung ums Leben gekommen“, erklärt Joger. (dpa)

Quelle: Sächsische Zeitung; 17.09.09

Kanadischer Forscher will Gen-Dinosaurier züchten

Kanadischer Forscher will Gen-Dinosaurier züchten!

Copyright by AFP/Archiv

Inspiriert von Steven Spielbergs Kultfilm "Jurassic Park" will der kanadische Wissenschaftler Hans Larsson Hühnerembryos genetisch manipulieren, um bei dem Geflügel die für Dinosaurier typischen Züge zu reproduzieren. 



Dinosaurier, Jurassic Park, Gentechnik Dinosaurier-Nachbildung in London (Archivbild) © AFP/Archiv

Der Paläontologe von der McGill-Universität in Montreal sagte der Nachrichten-agentur AFP, die entsprechende Forschung stecke noch in den Kinderschuhen. Sie könne eines Tages aber dazu führen, dass lebende prähistorische Tiere schlüpfen könnten. Bis zu diesem Punkt will Larsson, der in den vergangenen zehn Jahren die Evolution von Vögeln studierte, seine Forschungstätigkeit aus ethischen und praktischen Gründen allerdings nicht vorantreiben. Eine Brutanstalt für Dinosaurier hält er für "ein zu umfangreiches Unternehmen".

Quelle: web.de; 26.08.2009

Schädel einer unbekannten Ursaurierart entdeckt

Den fossilen Schädel einer unbekannten Ursaurierart haben Wissenschaftler aus Deutschland, der Slowakei und den USA bei Ausgrabungen in Thüringen entdeckt. Der etwa sechs mal fünf Zentimeter große Kopf könnte von einem säugetierähnlichen, 50 bis 70 Zentimeter großen Reptil stammen, sagte Grabungsleiter Thomas Martens. 

Der Fund bei Tambach-Dietharz könnte eine wichtige Schnittstelle der Entwicklung von Reptilien zu den Säugetieren markieren. Seit mehr als 30 Jahren wird an der Fundstätte am "Bromacker" in der fast 300 Millionen alten Gesteinsschicht nach den ältesten Landwirbeltieren der Erde gegraben. Bisher wurden mehr als 40 Skelette von 13 Ursaurierarten entdeckt. 

Einmalige Einblicke in die Evolution
"Damit gehört der Bromacker zu den bedeutendsten und ergiebigsten Fundstellen weltweit", sagte Martens, Paläontologe am Museum der Natur Gotha. Die Thüringer Ursaurier seien zudem älter und besser erhalten als die Skelette in Nordamerika und New Mexiko. "Wir haben hier ein erdgeschichtliches Fenster, das uns einmalige Einblicke in die Entwicklung der ersten vierbeinigen Landwirbeltiere ermöglicht." Zudem belegen die erstaunlich ähnlichen Funde auf beiden Kontinenten belegen, dass sie einst zum gemeinsamen Urkontinent Pangäa gehörten.

Tiere hatten beeindruckendes Rückensegel
Die etwa zehn Millionen Jahre älteren Thüringer Tiere sind allerdings um ein Vielfaches kleiner als ihre amerikanischen Verwandten: Sie wurden maximal einen Meter lang, die Tiere in den Rocky Mountains konnten bis zu vier Meter groß werden. Die Ursaurier, die mit großem Rückensegel, großen Krallen und langem Schwanz durchaus beeindruckend aussahen, haben nichts mit den Dinosauriern gemein, die rund 100 Millionen Jahre später lebten, wie Martens erläuterte.

Fossilien werden in den USA präpariert
Zum Grabungsteam gehören unter anderem seit 17 Jahren Experten des Naturgeschichtlichen Museum in Pittsburgh. Dort werden die fossilen Funde später präpariert, da es in Gotha dafür keine Spezialisten gibt.

Unzählige weitere Funde
Während den dreiwöchigen Ausgrabungen entdeckten die Wissenschaftler auch ein mausgroßes Skelett, das zu einer der kleinsten Ursaurierart gehört. Neben zahlreichen Knochen fanden sie den zwei Zentimeter großen Flügel einer Schabe. Der Grabungsort zähle in Fachkreisen inzwischen zu den wichtigsten "Insektenfundstellen aus der Zeit des Unteren Perm", sagte Martens.

(Quelle: T-online Nachrichten; 27.07.2009)

Dino mit „Bierbauch“ und Sensen-Klauen entdeckt

Der Pflanzenfresser Nothronychus graffami lebte vor 93 Millionen Jahren in Nordamerika.

                          New York/London.
Eine Schönheit war der jetzt entdeckte Dinosaurier gewiss nicht: Sein kleiner Kopf saß auf einem Giraffenhals, der Bauch war so rund wie ein Bierfass und die Beine glichen Baumstümpfen. Dafür besaß der Nothronychus graffami furchterregende Klauen, 22 Zentimeter lang und in der Form von Sensen, die seine Widersacher vermutlich auf Distanz hielten. Ein internationales Forscherteam um Lindsay Zanno vom Field-Museum in Chicago stellt den bisher unbekannten Dinosaurier in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society vor. Demnach gehört die nach seinem Finder Merle Graffam benannte Art zu den Therizinosauriern oder Sensen-Echsen. Graffam war bei Ausgrabungen anderer Saurierskelette im Süden des Rocky-Mountains-Staates Utah auf das Fossil gestoßen. Überraschung löste das Fossil aus, weil es in Meeressediment verborgen war. Die wahrscheinlichste Erklärung für das feuchte Grab des Sauriers sehen die Forscher darin, dass er vor rund 93Millionen Jahren einem mächtigen Sturm zum Opfer fiel, der seinen Kadaver ins Meer spülte. Etwa 100 Kilometer von der damaligen Küste entfernt sank der tote Saurier auf den Meeresboden. Der Studie zufolge hatte Nordamerika damals noch ein subtropisches Klima.

Therizinosaurier gehören wie der legendäre Tyrannosaurus rex und der Velociraptor zu den Theropoden, einer Gruppe fleischfressender Saurier. Die Therizinosaurier selbst lebten allerdings von Pflanzen. (dpa)

(Quelle: Sächsische Zeitung; 17.07.2009)

Riesen-Saurier könnten Schwanenhals besessen haben

Die gigantischen Sauropoden waren die größten Geschöpfe, die jemals über unsere Erde tappten. Doch wie sahen sie eigentlich genau aus? Forscher streiten, ob die Riesentiere ihren Kopf oben halten konnten. Nun gibt es neue Indizien, wonach einige vielleicht sogar einen Schwanenhals hatten.
(Quelle: SPIEGEL ONLINE; 27.05.2009)

Tyrannosaurus-Vorfahr und Riesenstrauß entdeckt

Ungewöhnlicher Fund in der Wüste Gobi: Forscher haben eine frühe Miniaturausgabe des berüchtigten Tyrannosaurus rex gefunden - und eine Art Riesenstrauß, der rund 600 Kilogramm auf die Waage brachte.
(Quelle: SPIEGEL ONLINE; 22.04.2009)

Neues aus der Welt der Dinosaurier: Flugsaurier waren flugfaul

Große Flugsaurier verbrachten die meiste Zeit ihres Lebens am Boden: Die sogenannten Azhdarchidae, eine zur Zeit der Dinosaurier weitverbreitete Gruppe der Flugsaurier, jagten ihre Beute wohl eher zu Fuß als in der Luft, wie die Forscher Mark Witton und Darren Naish von der Universität Portsmouth berichten.
(Quelle: Sächsische Zeitung; 29.05.2008)

Saurierfunde im Kalkstein-Tagebau in Bernburg

In einem Kalkstein-Tagebau haben Archäologen aus Halle möglicherweise Saurierspuren entdeckt. Dies wurde durch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle bestätigt. Weitere Informationen zur Art und Bedeutung der Funde gibt es vorerst nicht. Es wird jedoch vermutet, dass diese 250 Millionen Jahre alt sein sollen.

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