Vom kleinen Garten zum großen Erlebnis: Die Geschichte des Saurierparks

Bis heute haben über sechs Millionen kleine und große Dino-Fans unseren Saurierpark in Kleinwelka besucht und nicht nur die lebensgroßen Dino-Plastiken bestaunt. Denn schließlich laden auch zahlreiche tolle Attraktionen rund um die frühzeitliche Erdgeschichte zum Erforschen, Entdecken und Erleben ein, die den Saurierpark zu einem der bekanntesten Freizeitparks in Deutschland gemacht haben. Somit ist es fast schon unglaublich, dass die Erfolgsgeschichte des Saurierparks vor über 30 Jahren ihren Anfang in einem kleinen Garten nahm.

Vom Insider-Tipp zum Besuchermagneten

Die Geschichte der Saurier in Kleinwelka begann 1978 auf dem Grundstück des Bildhauers Franz Gruß (1931–2006). Gruß hatte eine besondere Leidenschaft für Dinosaurier, der er mit selbst modellierten Plastiken eine eindrucksvolle Form gab und diese auf seinem Grundstück ausstellte. Auf Grundlage wissenschaftlicher Vorlagen und zweidimensionaler Zeichnungen und durch sein großes handwerkliches Können entstanden so lebensecht wirkende Saurier. Anfangs wurde seine Saurierleidenschaft und doch recht ungewöhnliche Gartengestaltung oft belächelt. Was aber nicht verhinderte, dass sich Franz Gruß’ Saurierplastiken schnell herumsprachen und ein Besuch seines Garten so zu einem Insider-Tipp, gar Besuchermagneten wurde.

Bis 1980 hatte Franz Gruß 25 Saurier modelliert. Und mit der steigenden Anzahl der täuschend echt wirkenden Dinos stieg auch das Besucher- und Medieninteresse an den Urzeit-Giganten in seinem Garten. Allerdings stellte sich sehr bald eine nicht unwesentliche Platzfrage – schließlich brauchen Dinosaurier und deren Besucher eben etwas mehr Platz und Auslauf. Aber schnell wurde für die Dinos ein „artgerechter“ passender Ort gefunden: Der in unmittelbarer Nähe zum Garten von Franz Gruß gelegene Park zwischen Kleinwelka und Großwelka wurde zur neuen Heimat der Dinosaurier und für diesen Zweck 1981 neu gestaltet.

Franz Gruß bei zweidimensionaler Zeichnung eines Triceratops

Neue Zeiten und neue Erlebniswelten

Bis heute ist dieses Areal der Kern des Saurierparks; weiterentwickelt und ausgebaut wurde es im Laufe der Jahre natürlich immer. Nachdem Franz Gruß 1991 aus dem Saurierpark ausschied, übernahm der Bildhauer Thomas Stern 1994 seine Arbeit. Und wiederum zehn Jahre später wurde eine weitere Ära in der Entwicklung des Freizeit- und Erlebnisparks eingeläutet: Die Beteiligungs- und Betriebsgesellschaft Bautzen mbH übernahm 2001 das Areal und forcierte neben weiterem Dino-Zuwachs auch die Erweiterung des Parks mit zahlreichen Erlebnisstationen. So entstand gleich in den ersten Jahren ein riesiger Kletterurwald, ein Forschercamp, in dem man selbst ein T-Rex-Skelett ausgraben kann, oder das Universum, welches kleine und große Besucher zu waschechten Weltraumforschern macht.

Wenig später folgte dann der Bau des „Reiches der Giganten“, und dieser Name war und ist heute Programm: Seit 2006 können die Besucher hier die Dinosaurier aus der Jura-Zeit hautnah und zum Anfassen erleben. Hinzu kamen ebenso die Riesenrutsche, das Dinorama, ein großzügiges Kletterareal inklusive einer acht Meter hohen Kletterwand – und seit 2011 wird besonders der „Galaktische Nebel“ an heißen Sommertagen zur erfrischenden Attraktion.

T-Rex-Skelett im Forschercamp ausgraben

Der Saurierpark heute und noch ein Stück weiter

Mittlerweile bevölkern über 200 Dinosaurier den Freizeit- und Erlebnispark im Bautzener Ortsteil Kleinwelka. Dazu gehören natürlich so bekannte Urzeit-Echsen wie der berühmt-berüchtigte Tyrannosaurus Rex oder der 15 Meter hohe Brachiosaurus. Und stetig kommen in Deutschlands größtem Saurierpark neue Giganten der Urzeit in Lebensgröße hinzu. Ebenso wurden und werden immer weitere familienfreundliche Attraktionen und Angebote für kleine und große Dinofreunde etabliert, wie zum Beispiel die „Vergessene Welt“ oder das „Krabbel-Space“. Dabei achtet der Saurierpark stets darauf, seinen Besuchern eine erlebnisreiche und unterhaltsame Mischung zwischen Spielen & Entdecken und Forschen & Abenteuer zu bieten – in der Hoffnung, noch viele weitere Jahre Kinder, Jugendliche, Familien und Schulklassen für die frühe Geschichte unserer Erde begeistern zu können.

im Reich der Giganten – Allosaurus im Vordergrund